Der Berner Sennenhund
Der Berner Sennenhund ist ein eher massiger Hund mit kräftigem Knochenbau. Bei einer Widerristhöhe von bis zu 70 cm können Rüden 50 kg und mehr wiegen. Das Haarkleid ist lang und weich, es sollte schlicht (glatt) oder höchstens leicht gewellt sein. Auch die nicht sehr grossen hoch angesetzten Hängeohren sind behaart.Den Hauptakzent des dreifarbigen Hundes setzt der schwarze Mantel über Rumpf, Hals und Kopf und Schwanz. Von der Nase zur Stirn läuft ein weisser Stirnstreif, die Blässe. Ein weisses Brustkreuz, weisse Pfoten und eine weisse Schwanzspitze sind ein echter Schmuck. Braunrote Flecken über den Augen gaben ihm den alten Namen "Vieräugler". Braunrote Backen und ebensolche Abzeichen seitlich des weissen Brusthaars und an den Beinen runden das Bild. Je symmetrischer die drei Farben verteilt sind, desto harmonischer das Bild.
Unter den vier Rassen der Schweizer Sennenhunde ist der Berner Sennenhund wohl der
beliebteste. Er wurde im Schweizer Kanton Bern vornehmlich als Gespannhund und für die Karren der Senner und Korbflechter entwickelt.
Geschichte
Wahrscheinlich kamen die Vorfahren des Berner Sennenhunds als Wachhunde mit den
römischen Legionen in die Schweiz , wurden beim Rückzug der Invasoren dort
zurückgelassen und später mit den einheimischen Schäferhunden gekreuzt .
Das Ergebnis sind die vier Schweizer Sennenhunderassen : Berner Sennenhund , Grosser Schweizer Sennenhund , Entlebucher und Appenzeller Sennenhund .
Im 19. Jahrhundert wäre der Berner Sennenhund beinahe ausgestorben , konnte dann
jedoch wieder stabilisiert werden , und schon 1907 wurde
in der Schweiz der Berner Sennenhundklub gegründet .
Dreissig Jahre später kam die Rasse auch in die USA .
Der Charakter
Vom Wesen her ist der Berner Sennenhund selbstsicher, gutmütig und freundlich. Er hat einen ausgeprägten Wachtrieb, ohne dabei aggressiv zu sein. Er ist auch heute noch nicht nur ein guter Haus- und Hofhund, sondern auch ein beliebter Familienhund.
Der Berner benötigt unbedingt einen Garten und ein Haus zum Bewachen. Nie sollte der Berner wie auch jeder andere Hund, in einem Zwinger gehalten werden, da er ein großes Maß an 'Menschen-Kontakt' benötigt!
Grösse
Rüde : 64 – 70 cm
Hündin : 58 – 66 cm
Der Bergamasker Hirtenhund
(italienisch Cane da pastore Bergamasco)
Die italienischen Hirtenhunde sind Nachkommen der persischen Schäferhunde und stammen auch von den Molosserhunden und den ungarischen Hirtenhunden ab. Der Bergamasker Hirtenhund und der Maremmaner Hirtenhund (Maremmano) sind die in Italien verbreitetsten und ältesten Varietäten. Der Hirtenhund der Abruzzen wurde lange mit dem Maremmano verwechselt. Das erste Zuchtbuch wurde aber in Italien schon 1898 eröffnet.
Der Bergamasker Hirtenhund ist ein Hund von mittlerer Grösse, rustikalem Äußeren und üppiger Behaarung in allen Bereichen des Körpers. Er ist kräftig gebaut, aber sehr gut proportioniert, sein Rumpf ist quadratisch. Die Hündin wird nach dem Rassestandard 56cm groß (+/-2cm) und 32kg schwer, der Rüde 60cm (+/-2cm) bei einem Gewicht von bis zu 38kg.
Haarfarbe:grau in allen Schattierungen grau/schwarz gefleckt schwarz hellgrau mit einem Anflug von rötlichbraun oder isabellfarben Fell: Nebst seinem außergewöhnlichen Charakter fällt der Bergamasker Hirtenhund durch sein rustikales Zottelfell auf. Dieses besteht aus Deckhaar, Unterhaar und Wolle, letztere besonders an den hinteren Körperpartien. Die Wolle wächst mit zunehmendem Alter stärker, was zur Bildung von Zotten führt. Diese bestehen aus vermischten und zusammen verfilzten Haar und Wolle. Ihre Länge nimmt umso mehr zu, je älter der Hund wird. Die Zotten entstehen, indem die verfilzten Wollnester in ca. 3 cm breite Büschel gerissen werden. Mit jedem Haarwechsel verfilzt das neue Haar mit dem alten Haar und so entsteht das typische Zottelfell.
Kopf: Der Kopf ist groß, jedoch nie plump. Die Haut darf nicht schlaff sein (keine hängenden Augenlider oder Lefzen). Die Ohren sind dünn und werden hängend getragen. Die Länge der Ohren soll die Hälfte der Kopflänge nicht überschreiten. Die Nase und die Lefzen müssen schwarz pigmentiert sein. Die Augen sind braun, mehr oder weniger dunkel, je nach Fellfarbe des Hundes. Je dunkler, desto besser. Blaue Augen sind ein zuchtausschließender Fehler (ein Birkenauge ist erlaubt). Ein korrekt schließendes Scherengebiss ist erforderlich.
Verwendung
Der Bergamasker Hirtenhund ist ein hervorragender Treibhund für Gebirgsherden und wird auch heutzutage noch in dieser Funktion in den südlichen Alpenregionen eingesetzt.